Die von BearingPoint durchgeführte Submix24-Studie untersucht die gegenwärtige und zukünftige Dynamik der digitalen Abonnements in Frankreich. Dieser Markt, der sich ständig weiterentwickelt, zeigt eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds. Hier sind die Punkte der Studie, die unsere Aufmerksamkeit am meisten erregt haben!
Stabilität und Ausfallsicherheit der Abonnements
Trotz anhaltender Inflation und angespannter Haushaltsbudgets behalten kostenpflichtige digitale Abonnements wie SVOD, Pay-TV, Online-Presse, Online-Spiele und Musik-Streaming ihren Platz in den französischen Haushalten. Diese Stabilität zeugt von dem Wert, den diese Dienstleistungen für die Verbraucher haben, die sie als sichere Ausgaben in Krisenzeiten betrachten.
Schlüsselpunkte :
- Durchdringungsrate: Die Durchdringungsrate von SVOD-Angeboten stabilisierte sich bei 63%, verglichen mit 65% im Vorjahr.
- Mix der Abonnements: Die Haushalte haben im Durchschnitt 3,2 Abonnements, mit einer klaren Präferenz für Video-on-Demand- und Musikdienste.
- Gemeinsame Nutzung von Abonnements: 39% der Abonnenten von Disney+, 56% von Amazon Prime Gaming und 40% von YouTube Music teilen ihre Logins.
Auswirkungen der Inflation auf das Abonnementverhalten
Die Inflation wirkt sich auf das Abonnementverhalten aus und veranlasst die Verbraucher, nach günstigeren Angeboten zu suchen oder Abonnements mit Werbung in Betracht zu ziehen. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie bei einer Preiserhöhung um 10 % ohne Gegenleistung bereit wären, ihr Abonnement zu kündigen.
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Die gemeinsame Nutzung von Abonnements ist daher eine offensichtliche Lösung, um die Kündigung eines Abonnements zu vermeiden und gleichzeitig die Kosten zu begrenzen, wobei die Quote der gemeinsamen Nutzung bei den Hauptabonnements unverändert bleibt.
Verbraucheranpassungen :
- Paketangebote: 80% der Befragten würden zu einem Paketangebot übergehen oder tun dies bereits.
- Integrierte Werbung: 70% der 18-24-Jährigen würden ein billigeres Angebot mit integrierter Werbung akzeptieren.
3. Ökologische Bedenken
Ökologische Bedenken spielen eine immer wichtigere Rolle. Fast 46% der Befragten (und 60% der 18-24-Jährigen) betrachten den ökologischen Fußabdruck ihrer Abonnements als ein wichtiges Thema.
4. Entwicklung der Modelle und neue Angebote
Der Markt für Abonnements entwickelt sich mit der Einführung neuer Angebote und Dienstleistungen weiter. Netflix hat beispielsweise ein Angebot mit Werbung für 5,99 EUR pro Monat eingeführt, während sich Plattformen wie Vivlio Stories im Bereich des Streaming-Lesens entwickeln.
Neue Akteure :
- Lesestreaming: 17% der Befragten haben ein Abonnement für ein Lesestreaming-Angebot, mit einer starken Präsenz von Amazon Kindle und Audible.
- Abonnements bei Content Creators: 19% der Befragten gaben an, dass sie ein Abonnement bei einem Content Creator oder einer Plattform wie YouTube oder Twitch haben.
5. Wahrnehmung und Zufriedenheit der Nutzer
Die Zufriedenheit der Nutzer ist in den einzelnen Abteilungen unterschiedlich. Spotify und Apple Music dominieren das zweite Jahr in Folge in Bezug auf die Zufriedenheit. Im Gegensatz dazu zeigen Dienste wie Netflix einen Rückgang der Zufriedenheit, der auf wahrgenommene hohe Kosten zurückzuführen ist.
Ranking der unentbehrlichen Dienstleistungen :
- Netflix: 53% der Abonnenten halten Netflix für unverzichtbar.
- Spotify: 36% der Abonnenten sehen Spotify als ihren unentbehrlichsten Dienst an.
Profil der Abonnenten nach Altersgruppe

Die Abonnentenprofile unterscheiden sich signifikant nach Alter. Die 18-24-Jährigen haben im Durchschnitt 4,5 Abonnements und sind offener für die Nutzung ihrer persönlichen Daten zur Verbesserung der Dienstleistungen. Die Altersgruppen 35-49 Jahre und 65 Jahre und älter zeigen ein unterschiedliches Abonnementverhalten, wobei Dienste wie Canal+ und Netflix bevorzugt werden.
Verhalten nach Altersgruppen :
- 18-24 Jahre: Bevorzugen Netflix (29%) und Spotify (24%) und geben im Durchschnitt mehr als 62 EUR pro Monat aus. Ihre Nutzung von sozialen Netzwerken schränkt die Nutzung von kostenpflichtigen Abonnements teilweise ein, obwohl sie die ausgabefreudigsten aller Generationen sind.
- 35-49 Jahre: Bevorzugen Netflix (44%) und sind weniger von Videos in sozialen Netzwerken betroffen. geben im Durchschnitt mehr als 43€ pro Monat aus.
- 65 Jahre und älter: Teilen nur ungern persönliche Daten mit und sehen sich nur wenige Videos in sozialen Netzwerken an. Ihre Ausgaben sind mit rund 38 Euro pro Monat am niedrigsten.
Auswirkungen der Inflation auf die Gesamtausgaben
Die Erhöhung der Tarife führt zu einem Anstieg der Gesamtausgaben für Abonnements. Die Abonnenten werden kostenbewusster und suchen nach Möglichkeiten, den Wert ihrer Abonnements zu maximieren, z.B. durch Code-Sharing oder die Annahme von Angeboten, die Werbung beinhalten.
Zukünftige Trends und Innovationen
Die Studie hebt mehrere Zukunftstrends hervor, darunter die Hybridisierung von Pay-TV- und SVOD-Modellen, wobei Akteure wie Netflix in Live-Streaming von Sport investieren. Darüber hinaus werden Dienste mit Premium-Funktionen, exklusiven Inhalten und einer verbesserten Nutzererfahrung zu Schlüsselfaktoren der Differenzierung.
Zukunftsperspektiven :
- Netflix: Führte den „Netflix Cup“ ein und erwarb Sportrechte, was eine strategische Hinwendung zum Live-Sport signalisiert.
- Apple TV+ und Paramount+: Fortschritte bei der Nutzerzufriedenheit und der Kostenwahrnehmung.
Was wir wissen
Die Submix24-Studie von BearingPoint zeigt, dass der Markt für digitale Abonnements in Frankreich sowohl widerstandsfähig als auch in ständiger Entwicklung begriffen ist. Die Verbraucher schätzen diese Dienstleistungen trotz des wirtschaftlichen Drucks weiterhin und suchen nach erschwinglicheren und umweltfreundlicheren Optionen.
Die Marktteilnehmer müssen sich daher ständig anpassen, um die steigenden Erwartungen in Bezug auf Inhalt, Preis, Nutzererfahrung und ökologische Nachhaltigkeit zu erfüllen.
Diese umfassende Analyse unterstreicht, wie wichtig es für Abonnementanbieter ist, die Bedürfnisse ihrer Abonnenten zu verstehen und zu antizipieren, um in einem dynamischen und wettbewerbsintensiven Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben.

